Donnerstag, 27. April 2017

Schullandheim: Spielidee für größere Gruppen - Tipp-König

Nächste Woche gehen wir mit unserer einen Parallelklasse für 2 Tage (1 Nacht) ins Schullandheim. Für den Abend habe ich ein Spiel, welches ich euch gerne vorstellen würde. Die Spielidee stammt von unserem örtlichen Jugendreferenten und einem weiteren Mitarbeiter und wird in den Jugendkreisen der kirchlichen Jugendarbeit eingesetzt. Daher kenne ich selbst dieses Spiel auch noch und es eignet sich besonders für größere Gruppen.

Tipp-König

Die beiden Klassen treten gegeneinander in kleinen Wettkämpfen an. Dafür gibt es pro Klasse ein Säckchen mit Namen, aus denen je Spiel ein Name gezogen und anschließend weggelegt wird. Diese beiden Kinder bestreiten den Wettkampf und tippen nicht mit. Alle anderen Kinder tippen auf ihrem persönlichen Tippzettel, welcher der beiden Schüler das Spiel gewinnt. Der Tipp muss vor dem Spiel abgegeben werden und darf währenddessen nicht geändert werden. Am besten lässt man Stift und Tippzettel unter die Stühle legen. Anschließend wird das Spiel durchgeführt und anschließend kreuzen sich alle in ihrem Tippzettel an, ob ihr Tipp richtig oder falsch war. Es wird solange gespielt, bis jeder einmal dran war, bei ungleichen Gruppengrößen kommen aus der kleineren Gruppe einzelne Kinder zweimal dran, dann Zettel beim ersten Mal einfach wieder ins Säckchen werfen. Unter Umständen könnte man die Kinder beim 2.Mal mittippen lassen, damit sie die gleiche Anzahl an Tipps haben. Genauso geht es natürlich auch drei Kinder gegeneinander antreten zu lassen, wenn man 3 Klassen hat. Zum Schluss werden die richtigen Tipps gezählt, wer am meisten hat, hat gewonnen.
Mir gefällt das Spiel deshalb so gut, weil es in keiner Weise darum geht, wer die Wettkämpfe gewinnt, sondern allein darum, richtig zu tippen. So entdeckt man vielleicht auch das ein oder andere verborgene Talent 😊

So könnte ein Tippzettel aussehen:



Die Wettkämpfe können völlig flexibel gewählt werden, einfach irgendwelche kleinen Spielchen, die euch einfallen. Hier mal einige Beispiele:
  • kleines Puzzle zusammensetzen
  • 4 gewinnt spielen
  • Liegestützen machen
  • Schere, Stein, Papier spielen lassen
  • einen Becher Saft leer trinken
  • einen Apfel essen
  • den Anderen zum Lachen bringen
  • Armdrücken
  • eine Münze kreiseln lassen - wer schafft es länger?
  • Tischtennisball auf einem Schläger balancieren
  • 10 Salzstangen essen und danach pfeifen
  • einen Stuhl an der Lehne mit gestreckten Armen halten
  • 1 Minute abschätzen
  • aus einer Zeitung eine möglichst lange Schlange reißen
  • möglichst viele Wörter finden aus vorgegebenen Buchstaben
  • eine Rechenaufgabe lösen
  • Teebeutelweitwurf mit dem Mund (Fähnchen zwischen die Zähne und dann schleudern)
  • Sudoku (oder anderes kleines Rätsel) lösen
  • auf einem Bein stehen
  • ein Blatt Papier mit einem Strohhalm festhalten
  • Wörtschlange fortsetzen (aus dem hinteren Teil eines zusammengesetzen Nomens ein neues zusammengesetztes Nomen bilden)
  • Luftballon aufblasen (bis er platzt)
  • Mohrenkopf ohne Hände essen
  • Kartenhäuschen bauen
  • Zahlenbild erstellen (diese Verbinde-Bilder von 1, nach 2, nach 3,...)
  • ...
Benötigtes Material:
Tippzettel und Stifte und alles andere je nach Spielen

Mittwoch, 26. April 2017

Verkehrserziehung: Verkehrsschilder, die die Vorfahrt regeln

Die letzten Tage ware es etwas ruhiger hier und es wird die nächsten Tage auch noch so sein, denn ich liege seit 2 Tagen flach und muss schauen, dass ich bis zum Schullandheim am Dienstag und Mittwoch wieder fit bin.
Nachdem ich den ganzen Tag geschlafen habe und eben noch das Material für morgen per Mail verschickt habe, lade ich euch auch noch das AB zur Verkehrserziehung hoch, welches meine Kids morgen machen dürfen.

Ihr könnt es euch hier herunterladen.


Der erste Besuch in der Jugendverkehrsschule war am Dienstag, es war echt interessant zu sehen, wie unterschiedlich gut die Kinder Radfahren können und das manche wirklich noch sehr große Probleme haben, z. B. im Schritttempo zu fahren oder einhändig, um Handzeichen zu geben. Da müssen manche dringend noch üben.
Beim nächsten Besuch werden die Vorfahrtsregeln des Arbeitsblattes vorausgesetzt. Mal schauen, ob wir es irgendwie noch schaffen, da ich wegen Krankheit, Feiertag und Schullandheim nur noch 2 Stunden bis dahin zu Verfügung habe... Alles in allem schon ein ziemlicher Stress, die Radfahrausbildung, bin gespannt, wie meine Kinder mit dem Tempo klarkommen.

Die Bilder (außer abknickende Vorfahrtsstraße) stammen aus dem WorksheetCrafter (www.worksheetcrafter.com), welchen ich euch hiermit auch nochmal ans Herzen legen möchte. Einzelne Bilder habe ich noch verändert (das schwarze Kreuz und die Striche eingefügt), da es sie in dieser Form nicht gab.

Sonntag, 23. April 2017

Find someone who... Einstieg nach den Ferien

Als kleiner Einstieg nach den Ferien habe ich für meine Kids ein "Find someone who..." vorbereitet.
Falls jemand diese Methode aus dem kooperativen Lernen noch nicht kennt, kann gerne hier nochmal gucken.
Ich liebe diese Methode, weil sie so vielseitig ist! Im anderen Post habe ich bereits einige Umsetzungsmöglichkeiten genannt, die Ferien-Variante ist nur eine davon. Die Grundsatz-Idee einer Ferien-Variante stammt aus der Fortbildung, sie kann natürlich auch beliebige andere Aussagen enthalten - be creativ!


Samstag, 22. April 2017

Personenbeschreibung: Wörtersammlung

So, wie bereits im Beitrag mit dem Lapbook-Material angekündigt, würde ich gerne mit eurer Hilfe eine Wörtersammlung zum Thema Personenbeschreibung erstellen.

Diese werde ich NICHT den Kindern an die Hand geben, dies würde seinen Zweck verfehlen, dass die Kinder Wörter finden, die ihrem Wortschatz entsprechen, aber manchmal hilft es, noch ein paar Wörter/Formulierungen als Zusatztipps in der Hinterhand zu haben.

Den aktuellen Stand gibt es hier.




Er enthält bisher folgende Beiträge:
  • Sammlung aus dem letzten Durchgang meiner 4. Klasse
  • einzelne Ergänzungen meinerseits
  • ergänzt mit der Wörtsammlung von Bettina S., die sie mir per Email zur Verfügung gestellt hat u.a. auch mit 2 Kategorieergänzungen (Eindruck und Gesichtsausdruck)
  • ergänzt mit der Wörtersammlung von Susanne A., die sie mir auch per Emailzukommen lies und weitere Kategorie ergänzt (Haltung)
Die jeweiligen Kategorie-Ergänzungen haben auch im Lapbook-Material noch ihren Platz gefunden!
Außerdem noch der Hinweis von Bettina auf das Material (klick) von Florian Emrich, der ein Lernarrangement für Personenbeschreibungen erstellt hat, welches alternativ zum Lapbook verwendet werden kann. Danke für den Tipp, den ich euch gerne weitergebe!

Grüße Tanja

Freitag, 21. April 2017

DANKE

Eben war die Post da...
Danke liebe Susanne, ich freue mich sehr über dieses Buch und deinen netten Gruß dazu und habe heute direkt etwas geschmökert! Meine Kids werden sich am Montag sicher drüber freuen!


Personenbeschreibung: Einfach Übungen - Personen Teil 1

Damit Personenbeschreibungen geübt werden können, braucht es natürlich Personen, soweit so klar 😇
Ich finde es aufgrund der Vielzahl an Details aber recht schwer bzw. nahezu unmöglich, direkt mit "realen Menschen" einzusteigen und dann eine gute Beschreibung schreiben zu können. Daher habe ich eine kleine Kartei zusammengestellt, mit ganz einfachen Bildern. Diese soll den Einstieg in die Personenbeschreibung erleichtern. Ich liebe die tollen Figuren von Sarah von Educlips 😊. Ich habe ihnen fiktive Namen, Nationalitäten, Alter, Größen und Berufe (letzteres oft durch Bilder schon festgelegt) gegeben. Die Personen auf den Bildern sind sehr schlicht gehalten und bieten dennoch genug "Stoff", um erste Beschreibungen anzufertigen.


Zur Differenzierung für jedes der 12 Bilder noch Schreibtipps als Stichworte dazugegeben, die auf die Rückseite der Karten gedruckt werden können. Alternativ, wer lieber eigene Stichworte vorgeben möchte, nur die Bilder verwenden und selbst Stichworte erstellen und hinten aufkleben. Die Farbe der Schreibtipps ist bewusst grau, damit es nicht auf der anderen Seite durchscheint.
Hierfür das Material einfach doppelseitig ausdrucken oder falls euer Drucker "anders gepolt ist" und die falsche Rückseite auf das jeweilige Bild druckt, ausschneiden, aufeinanderkleben und dann laminieren. Ging mir nämlich in der Schule so, während es zuhause problemlos klappte... Oder gibts da irgendeine Einstellung, die ich übersehen habe??

Den Download des Material gibt es hier.

Der nächste Schritt sind dann Personen/Figuren, die etwas detailreicher sind (z.B. Augenfarbe, Kleidung,...). Hierfür verwende ich auch gerne die "Galerie der Freunde", die "Reagenzgläser" mit Schreibtipps und die "Würmer Nr.2" mit Satzanfängen aus der Reihe "Professor Wortblitz" aus dem Zaubereinmaleins, auch wenn es hier nicht explizit um Personen geht, sondern mehr um (nennen wir es mal) Wesen/Kreaturen.

Ich bin aber auch gerade dabei noch weitere Übungen in ähnlicher Art wie hier zusammenzusuchen, um bei den Personen zu bleiben. Gerne stelle ich es euch auch zur Verfügung, wenn es fertiggestellt ist.

Grüße Tanja

Donnerstag, 20. April 2017

Verkehrserziehung: Schilder Teil 1 - Wo darf ich fahren?

Tja, was man nicht im Kopf hat...
Da saß ich heute mit meiner Kollegin in der Schule und war fleißig und stelle dann fest, dass ich ein Teil der erstellten Arbeitsblätter zur Verkehrerziehung noch gar nicht hochgeladen habe. Blöd, wenn man die Blätter zuhause lässt, weil man ja meint zu wissen, wo sie in digitaler Form sind 😌

Daher heute noch ein 2-teiliges AB zur Verkehrserziehung, welches sich damit befasst, wo ein Fahrradfahrer fahren darf und wo nicht.


Den Download gibt es hier.
Das Material ist mit dem Worksheet Crafter erstellt.

Dienstag, 18. April 2017

Lapbook zur Personenbeschreibung

Unser nächstes (und letztes für dieses Schuljahr 😎) Aufsatzthema wird eine Personenbeschreibung. Im letzten Durchgang habe ich mit den Schülern eine Wörterliste in Tabellenform angelegt.


Diesmal wollte ich es anders machen und möchte nun mit meinen Kids ein Lapbook zum Thema basteln.
Ich finde Lapbooks eine tolle Möglichkeit sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Oft bieten sich Inhalte des Sachunterrichts dafür an, dafür gibt es auch viele Vorlagen. Im Bereich Deutsch bzw. für Personenbeschreibungen konkret, gab es zwar einzelnes Anschauungsmaterial, aber ich konnte nichts direkt Verwertbares finden, also habe ich selbst etwas gebastelt.
Es ist das erste Mal, dass ich eine Lapbook-Vorlage erstellt habe. Ich hab mit verschiedenen Word-Formen experimentiert, ist nicht in absoluter High-End-Perfektion, aber mir gefällt das Resultat nun eigentlich ganz gut.

Selbstverständlich gibt es auch eine Variante mit einem Jungen in der Mitte.

Hier bekommt ihr das Material:

Außenseite/Titelbild

Überblick, wie aufgeklebt wird









Die einzelnen gebastelten Teile habe ich euch auch nochmal fotografiert. Die verschiedenen Elemente dienen als Wortspeicher und werden mit den Kindern gemeinsam mit passenden Wörtern oder Floskeln gefüllt.
Außerdem ist jeweils eine kurze Schritt-für-Schritt Bastelanleitung im Dokument enthalten.

 

Herunterladen könnt ihr die Einzelteile und fertigen Texte hier:

Schreibanleitung und  Schreibtipps

Allgemeines zur Person und offensichtliches Aussehen (äußere Gestalt)

Mädchen/Junge

Kopf und Gesicht

Bekleidung

Verben-Wortschatz

Sonstige Besonderheiten und Eindruck/Wirkung


Minimale Änderungen habe ich nach dem Fotografieren noch vorgenommen (z.B. bei der Bekleidung ist die Reihenfolge jetzt richtig von oben nach unten 😏 ).

Gebastelt habe ich übrigens mit Aktendeckeln der Größe 24cm x 32cm. Ich habe die hier über Amazon bestellt.

Viel Spaß beim Basteln!

Ganz wichtig! Das Lapbook ist die Zusammenfassung der vorher erarbeiteten Inhalte. Ein Lapbook ist niemals ohne entsprechende Behandlung der Inhalte im Unterricht zu basteln, sonst bastelt man nur um des Bastelns willen und die Kids werden dabei kaum oder gar nichts lernen.
Bei mir wird das Lapbook den Abschluss der Einheit sein, als Zusammenfassung.

Zur Vorarbeit für die Wortsammlungen bekommen die Kinder eine Tabelle, die mit Hilfe der Think- Pair-Share-Methode mit Wörtern aus dem Wortschatz der Kinder gefüllt wird.

Einzelne Begriffe (z.B. äußere Gestalt, Mimik, Gestik,...) müssen den Kids sicher erläutert werden.

Leere Tabelle zum Download

Gerne würde ich mit euch gemeinsam in einem extra Post auch eine Wörtersammlung machen, wenn ihr Lust habt.
Ich fülle die Tabelle in den nächsten Tagen mit den Begriffen, die mir einfallen bzw. die wir vor 2 Jahren gesammelt hatten. Ihr dürft gerne weitere Wörter einbringen, am einfachsten über Kommentare, am besten dann direkt die Spalte, in die es hineinpasst. Ich ergänze und aktualisiere die Tabelle dann. Post dazu kommt dann bis zum Wochenende.

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Hinweis: Der Link zu Amazon läuft über das Amazon-Partnerprogramm.

Samstag, 15. April 2017

2 weitere Kategorien und Sinn/Einsatz der Rechtschreib-Schatzkiste


So, hier mal noch knapp vor Ostern die Ferien etwas genutzt und die nächsten beiden Schubladenfüllungen vorbereitet 😊

Wörter mit ll

Wörter mit tt

Außerdem bin ich nun vermehrt per Email nach meinem Konzept hinter meiner Rechtschreib-Schatzkiste gefragt worden. Ich weiß schon, warum sich diese Anfrage seit ein paar Tagen häuft und möchte nur ganz allgemein mal sagen, dass ich persönlich niemals etwas von Kollegen/Kolleginnen als schlecht/undurchdacht oder gar sinnfrei bezeichnen würde. Denn ich kenne deren Gedanken dahinter nicht und ich würde prinzipiell immer davon ausgehen, dass sich die Person Gedanken gemacht hat und einen Sinn hinter ihrem Tun und ihrem Material sieht. Schließlich ist das unser Beruf! Ich kann höchstens für mich persönlich entscheiden, dass es zu mir/meiner Klasse/meiner Arbeitsweise/... nicht passt. Stichwort: Leben und Leben lassen!


Nun aber zum Konzept: Es ist in verschiedenen Posts und Kommentaren immer wieder durchgeklungen, wie ich damit arbeiten möchte. Ich fasse es hier nun noch einmal zusammen, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen 😉



Ganz wichtig als aller erstes: Meine Rechtschreib-Schatzkiste ist untrennbar mit meinem Lernwörtertraining verbunden und nicht so gedacht, dass sie eigenständig eingesetzt wird. Warum? Weil ich in meinen Klassen, die ich bisher hatte, festgestellt habe, dass es wichtig ist, dass die Kinder sich die Schreibweise von (Merk-)Wörtern einprägen und Strategien an der Hand haben, um sich die Schreibweise von Wörtern herzuleiten. Dies ist im Grunde das FRESCH-Prinzip mit den 4 Strategien. Werden diese Strategien im Unterricht behandelt und bekommen die Kinder Aufgaben dazu, wie sie z.B. im Schulbuch häufig zu finden sind (so in die Richtung: Wortpool und nun entscheide äu oder eu), dann klappt dies bei meinen Kindern meist recht gut. Schließlich wissen sie genau, auf was nun zu achten ist und die Wörter stammen aus ihrem unmittelbaren Wortschatz. Auffällig wird die Falschschreibung bzw. die nicht gefestigte Rechtschreibung in den meisten Fällen beim freien Schreiben oder auch in diktierten Diktaten.
Daher ist für mich eine Arbeit mit Lernwörtern unerlässlich, denn nicht jedes Kind hat die Unterstützung von zuhause und kann dort Lernwörter üben. Die Kinder sollten den Wörtern des Grundschulwortschatzes möglichst häufig begegnen, damit sich korrekte Schreibweisen einprägen und das Anwenden von Strategien automatisiert wird. Dies gelingt meiner Meinung nach besser, wenn nicht isoliert in einer Klassenstufe oder über 2 Schuljahre z.B. 3/4 hinweg geübt wird, sondern, basierend auf dem konsequenten Einüben von FRESCH von Klasse 1 an, damit begonnen wird.

Wie ich bereits erwähnt hatte, hatte ich Kontakt mit Herrn Renk, einer der Entwickler von FRESCH, der mir wertvolle Tipps geben konnte und mir auch einige Fragen beantwortete. Dank ihm habe ich mich auch intensiv mit seinem "blauen Buch" beschäftigt. Dies ist entweder über ihn direkt (http://www.fresch-renk.de/) oder den Cornelsen-Verlag zu beziehen und DAS Grundlagenwerk, um das man, wenn man mit FRESCH arbeitet nicht herum kommt. An diesem Buch orientierte ich mich auch bei der letztendlichen Konzeption meiner Rechtschreib-Schatzkiste und habe daher manches einfach nochmal überarbeitet, bevor ich es nun (bereits in Teilen) online stellen konnte. Der Rest folgt stückweise bis spätestens zu den Sommerferien.


Beim Lernwörtertraining sind die Wörter grundsätzlich (in der korrekten Schreibweise) vorgegeben, denn nur dann funktioniert ein Lernwörtertraining meiner Meinung nach richtig, alles andere sind ergänzende Übungen. Die entsprechenden Stationen (verschiedene Versionen je nach Konzept, s.u.) finden sich hier und hier. Dort habe ich auch erläutert, dass ich zunächst das Lernwörtertraining so begonnen hatte, dass ich ausschließlich vorgegebene Lernwörter (die unseres Schulbuches) verwendet habe. Dies stellt mich aber nicht mehr zufrieden, da dieser "Gleichschritt" aller Kinder der Heterogenität meiner Schülerschaft einfach nicht entspricht. Warum sollen Kinder Wörter üben, die entweder nicht in ihrem Wortschatz vorkommen (oder aktuell einfach keine Rolle spielen) oder die sie bereits sicher schreiben können, wenn es anderswo noch große Baustellen gibt. Und wer hätte es gedacht, diese Baustellen variieren von Kind zu Kind 😀 Daher erfolgt die schrittweise Öffnung des Lernwörtertrainings von vorgegebenen Lernwörtern und einen Teil vorgegeben und einen Teil selbst gewählt bis hin zu frei gewählten Lernwörtern. Dies möchte ich im nächsten Durchgang direkt so angehen, für meine Vierer kommt es zu "spät", aber sie durften die neuen Lernwörterstationen mitentwickeln bzw. testen.


Es gibt immer etwa zwischen 10 und 15 Lernwörter. Ich werde etwa 2-3 Lernwörter selbst wählen lassen, den Rest gebe ich vor und so möchte ich Stück für Stück die vorgegebenen Wörter reduzieren und dabei immer wieder reflektieren, wie sinnvoll es dann noch für die Kinder ist. Es kann gut sein, dass es Kinder gibt, die nicht damit klarkommen sich Wörter selbst zu wählen, denen würde ich dann gezielt Wörter aussuchen, z.B. anhand von bestimmten FRESCH-Strategien oder häufig falsch geschriebenen Wörtern in Diktaten oder Aufsätzen.  

Außerdem bekommen die Kinder von mir einen Stationenlaufplan, auf dem sie vermerken welche Station bereits bearbeitet wurde - ich habe ja Pflicht- und Wahlstationen eingeführt, daher halte ich einen Laufzettel für unersetzlich. Die Lernwörter gibt es auch als kleine Liste. Beides wird ins extra Lernwörterheft eingeklebt, damit es seinen festen Platz hat. Bei (einem Teil) frei gewählten Lernwörtern gebe ich eine leere Tabelle vor, die die Anzahl der Lernwörter festlegt. Da hat man dann auch die Möglichkeit zu differenzieren und z.B. den Kindern unterschiedliche Kategorien vorzuschreiben (z.B. Kind A muss min. 3 Wörter aus der Kategorie "mm" und Kind B soll 2 Wörter aus "hörbarem h" nehmen) oder anhand der FRESCH-Strategien zu sagen, es müssen diese und jene Kinder das Ableiten nochmal üben und daher min. die Hälfte aus Schubladen mit dieser Zuordnung nehmen. Oder man sagt es müssen jedes Mal auch min. 3 Merkwörter dabei sein oder so... Auch so kann man Kindern entgegenkommen, die sich mit der Auswahl schwer tun. Oder für ganz starke Kinder: Such dir Wörter heraus, deren Bedeutung du nicht kennst (da gibt es sicher welche) und schau nach, was sie bedeuten. Anschließend weiter im Lernwörtertraining.
Da gibt es recht viele Möglichkeiten zu variieren, zu differenzieren - die man einfach ausprobieren muss!


Noch ein paar Worte zur Gestaltung der Schubladeninhalte:
Ich habe bewusst nicht durchgemischt, es finden sich also z.B. in der Schublade mit äu/ä zum Ableiten auch wirklich nur passende Wörter. Außerdem ist das entsprechende Rechtschreibphänomen farbig hervorgehoben.
Warum so und nicht anders? Die Anwendung kommt im freien Schreiben, hier müssen die Kinder "beweisen", dass sie Strategien anwenden können.

Mir ist es wichtig, dass daher keine Durchmischung erfolgt, diese halte ich im Zusammenhang mit meinem Lernwörtertraining nicht für zielführend. An anderer Stelle macht das sicher Sinn, z.B. wenn das Augenmerk auf ein Trainieren bzw. Überprüfen der erlernten Strategien gelegt wird. Für mich schließt das Eine das Andere nicht aus, es ergänzt sich. Ich möchte mit meiner Rechtschreib-Schatzkiste jedoch "ganz unten" anfangen, weiterführende Übungen kommen dann ja auch automatisch im Unterricht/Schulbuch oder eben beim Schreiben im Alltag.
Die farbige Hervorhebung findet sich im Buch von Herrn Renk als Tipp für die Merkwörter, ich habe sie auf die anderen Kategorien etwas ausgeweitet, da sie die primären Stolperstellen kennzeichnen und den Kindern als solche direkt auffallen sollen, damit sich ein korrektes Wortbild einprägt.
Ein Wortbild einprägen gelingt über den aktiven Umgang mit einem Wort sicher besser, als es bloß wiederholt aufzuschreiben, daher hatte ich das Lernwörtertraining dahingehend überarbeitet.
Zudem ermögliche ich es meiner Klasse immer wieder ein klein wenig freie Lesezeit zu haben und eine Stunde in der Woche in unsere Schülerbücherei zu gehen und zu lesen, denn auch übers Lesen von Büchern prägen sich (unbewusst) Wortbilder ein. 

Ich hoffe es ist nachvollziehbar geschrieben, auch wenn es nun doch seeeeeehr ausführlich wurde.

Grüße, Tanja

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Hinweis:
Werbung für das Grundlagenwerk von Herrn Renk mache ich aus freien Stücken :-)

Sonntag, 9. April 2017

Regelheft Deutsch Klassen 2 - 4

Im Zusammenhang mit dem überarbeiteten Lernwörtertraining (siehe im Ursprungspost Teil 1 und Teil 2) und der in der letzten Woche stattgefundenen Kooperationssitzung mit den weiterführenden Schulen, habe ich mich hingesetzt und verschiedene Deutsch-Sprachbücher gewälzt, um zu sehen, welche Regeln im Laufe der Grundschule erarbeitet und vertieft werden.
Diese habe ich dann geordnet nach Kategorien in ein Regelheft verwandelt, welches als Nachschlagewerk genutzt werden kann.
Es gibt folgende Kategorien:
- Rechtschreibstrategien (FRESCH)
- Wortarten
- Satzarten und Satzzeichen
- Rechtschreibregeln
- Grammatikregeln
Das Regelheft könnt ihr euch hier herunterladen.
Mit "2 Seiten auf 1 Blatt" und "Broschürendruck" lässt es sich prima in ein kleines A5-Heftchen verwandeln.

Meine Frage an euch: 
Fehlt etwas, das in euren Augen essentiell ist?
Ich habe mich an 3 verschiedenen Lehrwerken orientiert und die Merkkästen dort als Grundlage genommen, aber die Unterschiede zwischen den Lehrwerken waren teilweise recht groß. Daher kann es gut sein, dass ich noch etwas ergänzen sollte. Auch über Formulierungen und eingefärbte Wörter/Satzteile können wir gerne ins Gespräch kommen - immer her damit!