Mittwoch, 15. Februar 2017

Mentorin sein ist...


... lehrreich (u.a. was sich in 6 Jahren alles verändern kann am Seminar)
... chaotisch (weil ich es das erste Mal mache und noch nicht so den Überblick habe - kommt
    hoffentlich noch)
... witzig (man hat jemanden, der die Kinder neu kennenlernt und Dinge beobachtet, die man von
    vorne einfach nicht wahrnimmt)
... schockierend (wie viel man von hinten sieht, wenn man selbst mal wieder hinten drin sitzt 😳)
... organisatorische Meisterleistung (zumindest war es die erste Woche)
... gewöhnungsbedürftig (nicht mehr allein zu sein, auf Schritt und Tritt jemanden dabei zu haben, der
    dir interessiert zuschaut)
... bereichernd (ein zusätzliches Paar Augen, das den eigenen Unterricht beobachtet, nachfragt,
    hinterfragt - wow!)
... Verantwortung (und ein Stück weit permanente Versagensangst 😂 - ok, wird hoffentlich besser)
... interessant und spannend wie es weitergeht!



So, die erste Woche ist nahezu geschafft. Ich bin froh, dass sie noch da ist 😇 Meine Klasse hat sich nicht gerade positiv eingeführt, wobei sie zum Glück wirklich lieb waren bei den 2 Mathestunden, die meine LAA gehalten hat. So waren aber auch kaum "Schaustunden" möglich, sondern Schulalltags "as its best"! Naja, aber den Alltag kennenlernen gehört ja auch dazu.
Ich muss zugeben, ich war schon etwas nervös, als meine LAA den ersten Schultag ihrer 3 Einführungswochen hatte. Irgendwie habe ich ein bisschen damit gehadert, dass sie "erst jetzt" kommt, da in den letzten 2 Wochen so viele tolle Aktionen stattgefunden haben, die bestimmt toll gewesen wäre zum Zeigen. Wir waren zum Kooperations-Workshop an einem Gymi zu Besuch, wir haben im Rahmen der Vorgangsbeschreibung in Deutsch Erdbeereis mit einer Eismaschine hergestellt, wir haben als Abschluss der Unterrichtseinheit "Strom" im Sachunterricht einen Stromkreis gebastelt, usw.
Jetzt steht mehr der "normale" Unterricht an. Wobei der Sachunterricht durch die Sexualerziehung durchaus spannend ist.

Das Bild gefiel mit total gut, es symbolisiert irgendwie den Weg, den man nun geht. Zunächst nimmt man die LAA an die Hand und zeigt ihr "wo es lang geht", bringt Licht ins Dunkle, um ihr immer mehr die Möglichkeit zu geben, selbstständig zu werden, sich zu entwickeln, sich weiterzuentwickeln, bis sie ihren Weg "alleine" gehen kann.

Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben und vor allem beschrieben!
    Liebe Grüße von Arnie

    AntwortenLöschen
  2. Mir ging es vor einem Jahr genauso. Das halbe Jahr mit der Studentin war anstrengend, aber auch lehrreich. Man hat wirklich seine Arbeit überdacht und die eigene Klasse von einer anderen Seite kennengelernt.Das Bild finde ich total toll! Es passt super!
    Liebe Grüße von Sabine

    AntwortenLöschen
  3. Nach langer Pause habe ich nun meine sechste LiV und ich finde die neue Zusammenarbeit wieder ganz toll und auch für mich sehr bereichernd, stoßen doch langjährige Erfahrung und neue Ideen, Lehren, Strömungen aufeinander ;)

    Auch wenn es, zumindest hier in Hessen, für kleine Schulen schwierig sein kann, Ausbildungsschule zu sein, da es durch die Anrechnung der Stunden im Kollegum zu bordnungen kommen kann - würde ich mich persönlich immer wieder dafür entscheiden. Auch wenn es Mehrarbeit bedeutet, ist es keine Belastung, sondern hat für mich einen positiven Effekt. Ich nehme ganz viel für mich mit, persönlich und fachlich.

    Viel Spaß also weiterhin in dieser spannenden Zeit!

    AntwortenLöschen