Sonntag, 19. März 2017

SMART - Ziele und "Was ist guter Unterricht?"

In der letzten Woche war ich 1,5 Tage auf Mentoren-Fortbildung, einfach um so als Neu-Mentorin einen Überblick über die Anforderungen, die an mich bzw. die LAA gestellt werden, zu haben. Seit ich selbst den Vorbereitungsdienst absolviert habe, hat sich doch einiges geändert.

2 tolle Dinge aus der bereichernden Fortbildung möchte ich euch gerne weitergeben:

1) SMART-Ziele
Sich Ziele setzen ist im Schulalltag auf vielerlei Weise möglich und nötig. Sei es nun bei der Planung einer Unterrichtseinheit, einer einzelnen Stunde oder auch im Bereich Motivation, Arbeitshaltung, soziales Lernen (ggfs. nur mit einzelnen Schülern - Stichwort Förderpläne).
Hier fand ich diese Herangehensweise, die ich nun bei der Fortbildung am Seminar Nürtingen kennenlernen durfte sehr ansprechend:

Sich auf dieser Grundlage Ziele zu setzen und zu formulieren hilft ungemein, dass diese auch überprüfbar werden und wirklich zielführend formuliert sind.
Oft wissen wir, wo wir hin möchten, aber wie lange wollen wir dafür Zeit lassen, welche Maßnahmen werden ergriffen? Woran erkenne ich, ob das Ziel erreicht wurde? Wer wird einbezogen?

Wir bekamen noch folgende Beispielformulierung an die Hand:
"Ich erarbeite durch den Einsatz des Programms 'Motiviert bleiben' bis zu den Weihnachtsferien mit den Schülerinnen und Schülern eine motivationale Grundhaltung."

Mir fehlt hier nur noch das "M-messbar, Fortschritt", aber vielleicht denke ich da zu "kleinkariert"
Ansich eine gute Sache und durch die nette Abkürzung SMART auch gut zu merken!


2) Merkmale guter Unterricht nach Hilbert Meyer
(Homepage des Studienseminar Lüneburg - Lehramt Sonderpädagogik)
Etwas, an dem kein Lehrer vorbeikommt, das Buch ist absolutes Grundlagenwerk, sollte m. E. jede(r) Lehrer(in) gelesen haben 😀  (Buchtipp: Hilbert Meyer: Was ist guter Unterricht.)
In der verlinkten Zusammenfassung sind neben Definitionen zu den 10 Kriterien auch sehr ausführlich Indikatoren zu jedem Punkt angeführt. Indikatoren meint überprüfbare Sachverhalte, also woran ich selbst oder andere überprüfen können, ob das Kriterium bestmöglichst erfüllt ist oder wo vielleicht in meinem eigenen Unterricht noch Verbesserungsbedarf besteht. Auch erfahrene Lehrkräfte sollten sich und ihren Unterricht hin und wieder hinterfragen.

Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei!

Freitag, 17. März 2017

Neue Rezension: Kinderbuch "Hexarella"

Eine neue Rezension ist online.
Zu finden unter der Seite "Rezensionen".


Ein wirklich nettes Kinderbuch von Klaus Schuker für Kinder (nicht nur für Mädchen 😉) im Alter zwischen Klasse 3 - 4. Die offizielle Leseempfehlung des Verlags ist ab 8 Jahren, ich finde eher Schwerpunkt Richtung Klasse 3/4 wegen des Inhalts. Es geht in den einführenden Kapitel auch um den Tod der Hexeneltern von Hexarella und den Tod eines kleinen Vogelbabys. Ist vielleicht für manch ein Kind in Klasse 2/3 noch etwas schwer zu verdauen.
Ansonsten ein sehr gelungenes Buch über die Themen Mut, Freundschaft und witzige Hexenlangwörter 😀 Ich werde es meinen nächsten Dreiern nächstes Jahr im Rahmen der Vorlesezeit vorlesen.

Das Buch gibt es z.B. hier. Leider nicht direkt über den Verlag zu bekommen...


Sonntag, 12. März 2017

Rückblick UE Sexualerziehung

So, die Unterrichtseinheit zur Sexualerziehung ist geschafft, sie hat nun knapp 5 Wochen gedauert.
Anna bat mich in einem Kommentar zum Ursprungspost darum, dass ich kurz berichte, wie es war.

Ich empfand die Einheit als sehr bereichernd, für mich selbst, aber auch für die Kids. So ruhig ist es selten und so konzentriert über wirklich längere Zeit sind sie auch eher selten. Teilweise wollten sie am liebsten die Pausen durcharbeiten.

Ich habe im Ursprungspost nun ein paar Zeitangaben in der Planung angepasst, für die ich mehr Zeit benötigt hatte, als gedacht. Dies lag hauptsächlich an den Fragen, die die Kinder einbrachten. Als es z.B. um die Geschlechtsmerkmale ging, kamen auch Fragen zur Milchbildung, mit denen ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gerechnet hatte 😃
Außerdem habe ich diverse Materialien (v.a. Buchtipps fürs Klassenzimmer) ergänzt, die die Kinder sehr gerne zur Hand nahmen.
Insgesamt würde ich die Einheit genau so, also mit dem Einstieg über die Verhaltensregeln und den Fragenspeicher und den angesetzten Themen wieder machen. Ergänzend würde ich aber denke ich noch einen kurzen Einblick ins "Leben mit Baby" geben, denn dazu kamen auch unfassbar viele Fragen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich öfter von meinen eigenen Erfahrungen und meinem kleinen Bub zuhause erzählt hatte.

Stichwort "eigene Erfahrungen": Der absolut wichtigste Tipp, den ich geben kann: Entspannt und authentisch bleiben, aber sich selbst auch eine eigene Grenze setzen. Sich also z.B. beim Aufschreiben der Fragen in den Fragenspeicher durchaus damit auseinandersetzen, was man beantworten möchte und was zu persönlich ist oder ggfs. nur für einzelne Kinder relevant ist.
Diese Fragen würde ich nicht in den Fragenspeicher aufnehmen, sondern den Kindern kurz erläutern, dass diese Fragen sehr persönlich sind und nicht im Klassenrahmen (oder gar nicht im Bereich Schule, je nachdem) beantwortet werden können. Wenn man einzelne dieser Fragen dennoch beantworten möchte, dass ggfs. in kleiner Gruppe oder im Einzelgespräch.
Hierzu gab es eine sehr interessante Diskussion auf Facebook in der Gruppe "Grundschule Sachunterricht", bei der es darum ging, dass eine Kollegin gefragt wurde, ob auch über Dildos gesprochen wurde. Ich persönlich finde, dass das nichts in der Grundschule zu suchen hat und würde (spätenstens) hier die Grenze setzen.
Für mich selbst war es jedoch kein Problem, z.B. Ultraschallbilder meiner eigenen Schwangerschaft zu zeigen oder auch die Frage nach einem Kaiserschnitt zu beantworten.

Den Fragenspeicher habe ich immer wieder ergänzt, wenn z.B. Fragen kamen, die nicht direkt zum Stundenthema gepasst haben, aber dennoch wichtig und interessant waren. So kam es, dass wir nahezu 3 Schulstunden für den Abschluss und die Beantwortung der Fragen benötigt haben, ABER das waren die gewinnbringendsten Stunden überhaupt!
Die Kinder sind im Laufe der Unterrichtseinheit immer mehr "aufgetaut", haben sich immer mehr getraut auch über vielleicht unangenehme Dinge zu sprechen. Bei der Beantwortung des Fragenspeichers wurde die gesamte Einheit anhand der Fragen auch nochmal wiederholt und wirklich alle Kinder beteiligten sich daran und sprachen ganz selbstverständlich über die verschiedenen Geschlechtsteile, darüber wie ein Kind entsteht und weitere wirklich spannende Themen.
Bei uns kamen z.B. auch Fragen zum Thema "Behinderungen" oder "Warum bekommen manche kein Kind, obwohl sie es doch wollen"... Sehr krass und spannend!

Insgesamt haben mich meine Kids sehr überrascht, wie weit mache schon von ihren Fragen und Gedanken her waren. Aber es gibt eben auch Unterschiede in den Kulturen/Religionen. So habe ich z.B. Kinder, deren Eltern aus diversen Büchern wohl die Seiten mit nackten Menschen herausgerissen haben. Diese Kinder taten sich insgesamt natürlich etwas schwerer mit der Thematik. Hier gilt es einfach etwas sensibel zu sein - ich würde im Rahmen dieser Unterrichtseinheit z.B. nie Kinder aufrufen, die sich nicht melden. Das heißt nicht, dass ich die Kinder nicht immer wieder ermutige, sich einzubringen z.B. bei "unverfänglichen" Fragen 😊

Wer möchte, darf sehr sehr gerne in den Kommentaren seine eigene Erfahrung noch ergänzen!
Schönen Sonntag,
Tanja

Samstag, 11. März 2017

(Merk-)Wörter mit ä und äu

Auch auf Anraten von Herrn Renk habe ich aus der Kategorie ä / äu zwei Teile erstellt und die ableitbaren Wörter von den Merkwörtern getrennt.
Daher hier 2x ä und äu!

Wörter mit ä und äu - Strategie "ableiten"
Wörter mit ä und äu - Strategie "Merkwörter" 



Hinweise
 "Ärger": Ja, ich weiß, dass man dieses Wort von "arg" ableiten kann. Da dies zumindest meinen Schülern sicher nicht geläufig sein wird, da sie "arg" nur in der schwäbischen Bedeutung von "sehr" (z.B. das ist aber arg schade) kennen. Daher ist es für mich ein Merkwort und ich habe es bewusst so einsortiert! Sollte es euren Schülern anders gehen, dann nehmt es einfach aus der Kategorie heraus und schreibt es auf ein Blanko-Kärtchen der Ableit-Kategorie 😃

Mittwoch, 8. März 2017

Mathe Übungsheft Teil 9 - Schriftliche Multiplikation

Heute gibt es einen weiteren Teil zum Übungsheft. Die Schriftliche Multiplikation ist eingeführt und wird nun geübt. Dazu gibt es 2 AB's.

Teil 9 - Schriftliche Multiplikation
Lösung



Inhaltlich gibt es eine mini, mini Hinführung über das Rechnen mit Zwischenergebnissen und dann das ziffernweise Rechnen ohne Merkzahlen.
Für die folgenden Aufgaben mit Merkzahlen erlaube ich meinen Kindern sich ähnlich, wie beim schriftlichen Addieren oder Subtrahieren kleine Merzahlen zu setzen. 
Daher schreiben viele Kinder die Ergebnisse auch "stellengerecht" unter den 1. (den großen) Faktor. So können sie die kleinen Merkzahlen richtig setzen und kommen mit den Ziffern nicht durcheinander.
Fand ich sinnvoller, als die Schreibweise in unserem Mathebuch, die das Ergebnis am Ende der Aufgabe ansetzt (versteht man, wie ich das meine?). Mir ist es lieber, die Kinder üben den Vorgang mit den kleinen Merkzahlen, so lange, bis sie ihn beherrschen und versuchen dann erst, die kleinen Merkzahlen wegzulassen.
Wenn der 2. Faktor mehrstellig ist, dann kann man keine Merkzahlen mehr aufschreiben, es wird schlichtweg zu unübersichtlich. Sollten Kinder damit allerdings große Probleme haben (und da habe ich einzelne Kinder, die sich die kleinen Merkzahlen einfach nicht merken können), dann müssen sie auf einen Notizzettel eben Nebenrechnungen mit Hilfe der Merkzahlen machen. Mir ist wichtig, dass die Kinder zum richtigen Ergebnis kommen, daher sind Nebenrechnungen auf einem Schmierblatt auch in Arbeiten grundsätzlich erlaubt.

Montag, 6. März 2017

Weiter geht's mit dem ks-Laut

Heute 2 Kategorien zum "ks-Laut". Einmal die Wörter, die tatsächlich mit "x" geschrieben werden und zum anderen die Wörter mit "ks-Laut", aber eben ohne das x.
Grüße FrauS

Samstag, 4. März 2017

Übungsheft ZR 1 Million Teil 8 - Ergebnisse überschlagen

Heute Teil 8:
Ergebnisse durch Überschlagen überprüfen bzw. Aufgaben durch Überschlagen in einen Zahlenraum einordnen.



Teil 8 - Ergebnisse überschlagen
Teil 8 - Lösung

Außerdem, wie versprochen, das Deckblatt.

Weiter geht es demnächst im Teil 9 mit der Hinführung zum schriftlichen Multiplizieren.

Freitag, 3. März 2017

Antolin

Kennt ihr das Portal Antolin?



Ich hatte bisher an jeder Schule das Glück, dass ich mit Antolin arbeiten konnte.
Nun ist es aktuell so, dass wir eine Schullizenz haben, sich aber manche Kolleginnen nicht auskennen bzw. die Kinder das Quiz zuhause bearbeiten müssen, da wir keine PC's bzw. überhaupt kein Internet im Klassenzimmer haben.

Daher habe ich eine bebilderte, schwarz-weiß Anleitung für die Kinder bzw. die Eltern erstellt, wie das Arbeiten mit Antolin funktioniert.

Vielleicht geht es jemandem ähnlich und ihr könnt es verwenden! Ich darf es mit Genehmigung des Verlags zur Verfügung stellen - danke dafür!