Rezensionen

Hier möchte ich verschiedeneste Bücher rezensieren, die ich teilweise von den entsprechenden Verlagen oder Portalen zur Verfügung gestellt bekomme (entsprechend gekennzeichnet durch Angabe des Portals o.ä.), manches ist aber auch normal gekauftes Material, das ich einfach toll finde. Dabei ist mir wichtig: Ich rezensiere ausschließlich das, was ich selbst für sinnvoll halte und mir vorstellen kann in meinem Unterricht zu integrieren bzw. dort fest integriert ist. Selbstverständlich (ist für mich Ehrensache!) schreibe ich die Rezensionen ehrlich und möchte auch Nachteile oder Mängel benennen. Dies gehört für mich zu einer sinnvollen Rezension einfach dazu. Und ganz wichtig: ich bekomme keinerlei Geld oder Sonstiges für die Rezensionen, außer eben in gekennzeichneten Fällen das Rezensionsexemplar selbst!
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Rezension 2

„Hexarella und der Wundervogel“

Auf dem Klappentext findet sich folgende Einführung:
„ Müssen Hexen immer böse sein? Eine Kinderkrimigeschichte.
Als die kleine Hexarella einem kranken Vögelchen helfen will, findet sie Rat bei der alten Hexe Schanaaxa und lernt den sprechenden Wundervogel kennen. Sie erfährt, dass auch andere Tiere, ja sogar Menschen krank geworden sind. Alles hängt irgendwie mit diesem Weiher zusammen. Wird sie herausfinden, was passiert ist?“

Diese Einführung machte mich neugierig und so las ich gespannt.
Hexarella ist ein Waisenhexenkind, das seit dem Tod ihrer Eltern mit ihrer bösartigen Tante Axafaxa und fünf weiteren Hexentanten zusammenlebt. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit ihren besten Freunden Dixiixi und Doxooxo. Außerdem erfindet sie gerne Langwörter, je länger, desto besser.
Eines Tages fällt ihr ein kleines Vögelchen in den Schoß, dem es offensichtlich sehr schlecht geht. Hexarella beschließt die älteste Hexe im Dorf, Schanaaxa, um Rat zu fragen. Von dieser bekommt sie den geheimen Auftrag, ins Menschendorf zu gehen, um dort die Lösung des Rätsels zu finden. Kurze Zeit später trifft sie den wunderschönen Anführer der Vögel - den Wundervogel. Dieser erzählt ihr von seinen Beobachtungen rund um den Weiher: Von Menschen, die Giftbrühe in den Weiher leeren, von Axafaxa, die Vögel dorthin jagt und vielem mehr. Gemeinsam mit dem Wundervogel und seinen Vogelfreunden schmiedet Hexarella einen Plan, um herauszufinden, was genau passiert. Nur so viel sei verraten: Hexarella gelingt es, die Täter auf frischer Tat zu ertappen, dabei begibt sie sich jedoch in große Gefahr. Mit Hilfe ihrer Freunde Dixiixi und Doxooxo und den Vögeln gelingt es sie zu retten.

Optisch ist der Einband des Buches sehr gelungen, die Illustrationen sind liebevoll gestaltet. Im Buch selbst finden sich nur vier weitere Illustrationen. Die Überschriften der einzelnen Kapitel sind dafür auch noch in besonderer Schrift gestaltet. Eine ganz geschickte Sache, finde ich, ist auch der Lesebändel, welcher am Buch befestigt ist. So kann kein Lesezeichen herausrutschen.

Rein optisch eher ein „Mädchenbuch“, inhaltlich durchaus für alle Kinder geeignet. Die Leseempfehlung des Verlags liegt bei 8 Jahren, ich persönlich würde aufgrund des Inhalts eher in Richtung Klasse 3/4 tendieren. Ein tolles Buch über Mut, Freundschaft und witzige Hexenlangwörter.

Produktinformationen:
Verlag: Fabulus-Verlag
Autor: Klaus Schuker
Erschienen: 28. Februar 2017 (1.Auflage)
Gebundene Ausgabe (Hartcover) mit 120 Seiten
Preis: 15,00€
(getestet über Literaturtest.de)




Rezension 1

„Mit Paul ins Abenteuer Schule - Englisch 1.Lernjahr“



Die Übungshefte „Mit Paul ins Abenteuer Schule“ des Duden Verlags sind angelegt als Lesegeschichten inklusive Übungen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen der verschiedenen Hefte. Neben Englisch im 1. Lernjahr gibt es Hefte für das Erste Lesen, das Erste Rechnen, Konzentration, Schwung- und Schreibübungen, sowie Hefte für Klasse 2 zum richtig schreiben, richtig rechnen und Lesetraining. Passend gibt es zu einigen Übungsheften noch Übungsblöcke mit zusätzlichen Aufgaben.

Inhaltlich geht es um den kleinen Hasen Paul und seine Freunde. Sie werden auf der ersten Doppelseite vorgestellt. Außerdem findet sich dort eine kurze Hinführung zur Geschichte des Übungsheftes. 

Im Heft „Englisch“ besucht Paul mit seinen Kumpels England. Die Freunde gehen auf Klassenfahrt und treffen die englischen Partnerschüler. Mit Hilfe der auf Deutsch erzählten Geschichte, begleiten die Kinder den Hasen Paul und seine Freunde auf die Klassenfahrt und lernen, genau wie der kleine Hase, Englisch. Dies geschieht mit einer Vielzahl an spielerischen Übungsformen, wie beispielsweise Aufgaben zum Anmalen, Zeichnen, Knobeln oder auch Lücken füllen. Aufgabenstellungen und Vokabeltipps gibt es auf Deutsch. Nach jedem Kapitel gibt es Paolos Übungsecke, in welcher die Inhalte des Kapitels noch einmal wiederholt und vertieft werden können. Im hinteren Teil des Heftes befinden sich 9 Seiten mit Lösungen. Zudem befindet sich hinten im Heft ein Stickerbogen, der genutzt werden kann, entweder als kleine Belohnung oder um z.B. die Geschichte weiter zu erzählen.

Die Idee, das Lernen bzw. Üben mit einer Geschichte zu verknüpfen, gefällt mir sehr gut und gab auch den Ausschlag für das Interesse an einem Rezensionsexemplar. Die Umsetzung finde ich insgesamt sehr gelungen. Die Geschichte vom Hasen Paul, der auf Klassenfahrt nach England geht, ist ansprechend, kindgerecht und liebevoll illustriert. Die verschiedenen Übungen fangen „vorsichtig“ an, mit einfachem Grundwortschatz, über Name und Wohnort nennen, Wochentage und Familie und steigern sich dann langsam von der Komplexität und dem Wortschatz her. Die Geschichte und die Arbeitsanweisungen bleiben deutsch und helfen so den Kindern, diese auch auf jeden Fall zu verstehen, was sicher gerade für schwächere Lerner einen Vorteil bietet. Als Zusatzmaterial für das spielerische Üben zuhause somit sicher geeignet.

Es steht vermutlich bewusst als Zielgruppe nicht 1. Klasse, sondern 1. Lernjahr darauf. Ausgelegt sind die „Hase Paul“ - Hefte vom Verlag für Klasse 1/2. Das Englisch-Heft kann sicher frühestens ab Mitte Klasse 2 eingesetzt werden, wenn die Kinder in der Lage sind, die Texte zu lesen, denn allein durch die Geschichte im Übungsheft ist es schon recht viel Text. Daher für schwache Leser oder Kinder, die nicht gerne lesen auch eher schwierig. Alternativ benötigt man viel Unterstützung durch Erwachsene, die die Bearbeitung des Heftes begleiten. Dann halte ich einen Einsatz allerdings nicht mehr für gewinnbringend. In der Schule selbst ist ein Einsatz für mich höchstens als Zusatzmaterial denkbar, z.B. in der Freiarbeit, da es sicher die Kinder in der Altersstufe bis Ende Klasse 2, noch nicht komplett alleine bearbeiten können.

Produktinformationen:
Verlag: Duden Verlag
Autorin: Dr. Annette Weber
Erschienen: 15.Juli 2016 (1.Auflage)
Taschenbuch (Softcover) mit 64 Seiten, davon 9 Seiten Lösungsteil
Preis: 9,99€
(getestet über Literaturtest.de)

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Kurzer rechtlicher Hinweis:
Um dieser Tätigkeit nachgehen zu dürfen, benötigt man eine (möglichst schriftliche) Genehmigung der Schulleitung und muss eine Nebentätigkeit anmelden bzw. sich genehmigen lassen.
Außerdem sollte man sicherstellen, dass die Rezensionen nicht irgendwo mit Namen und "Statusbezeichnung" erscheinen.

Kommentare:

  1. Hallo! Weiß das Schulamt schon von deiner Nebentätigkeit? Das muss man als Nebenverdienst anmelden. Ist kein Scherz, muss man tatsächlich. Und damit man der Tatbestand der "Bestechlichkeit" umgeht (haben wir ja alle so unterschrieben, dass wir keine Werbung machen dürfen und nicht bestechlich sind) , ist es am besten, das Buch in der Schule allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich zu machen, dann ist man auf der sicheren Seite. Viele Grüße, Anke

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    1. Hey Anke,
      danke, das weiß ich! Gewerbe/Nebentätigkeit (auch beim Schulamt) habe ich sowieso angemeldet, daher kein Problem. Das mit der Bestechlichkeit kenne ich so nicht, denn ich bekomme, wie meine Kolleginnen auch (gerade jetzt im Zuge des neuen Bildungsplans) immer wieder persönliche Prüfstücke von verschiedenen Verlagen... Läuft das dann auch unter Bestechlichkeit?
      Das Material in die Schule zu geben, ist aber auch ne gute Idee :-) Danke!

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    2. Bestechlichkeit liegt doch nur vor, wenn du Gegenleistungen, die der Vorteilnahme dienen, erbringst, meine ich. Aber du rezensierst, hoffentlich wirklich ehrlich, als Gegenleistung. Wenn du nun entscheiden würdest, dass die nächsten Schulbücher von diesem oder jenem Verlag bezogen werden, weil du von dort besonders viele Prüfstücke bekommen hast. In der Realität wohl nicht der Fall, da ja die Entscheidung nicht bei einer Person liegt. Daher sehe ich keinen Grund für Bestechlichkeit. Ich wüsste allerdings auch nicht, dass ich unterschrieben habe, dass ich keine Werbung machen darf, außer im Bereich Politik, da darf ich als Beamter keine öffentliche Parteiwerbung machen. Vielleicht liegt das aber auch am Bundesland.
      Mit der Nebentätigkeit kenne ich mich zu wenig aus, ob man diese tatsächlich benötigt. Aber von einer Kollegin weiß ich beispielsweise, dass sie sogar bei einem Verlag direkt als Autorin arbeitet und auch Fortbildungen macht und Provisionen kassiert. Das ist eine legale Nebentätigkeit, die auch in keiner Weise mit einer Bestechlichkeit in Zusammenhang gebracht wird. LG Matthias

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    3. Hey,
      also, ich habe mich nochmal kundig gemacht und die entsprechenden rechtlichen Informationen ergänzt. Selbstverständlich soll hier alles rechtlich korrekt laufen!

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